SharePoint: WSS 3.0 versus MOSS 2007

SharePoint ist eine gern genutztes Produkt um Collaboration-Plattformen zu etablieren, auf denen Benutzer Dokumente ablegen, gemeinsam bearbeiten und Daten in Form von Listen austauschen könnnen. Diese Funktionalitäten werden bereits mit den Windows SharePoint Services 3.0 (WSS 3.0) angeboten, so dass sich für viele Anwender und Kunden stets die Frage aufzwängt, ob sich die Verwendung der kostenpflichtigen Version – sprich dem Microsoft Office SharePoint Server 2007 (MOSS 2007) lohnt. Diese Frage muss in jedem Projekt neu beantwortet werden, da es passende Szenarien für beide SharePoint-Versionen gibt.

Feature-Überblick

Eine Auflistung der Features, die man vielleicht in WSS erwartet würde, aber nur in MOSS findet, hat Kevin Hoffmann bereits in einem Blogeintrag erstellt.

Besonders entscheidend finde ich die Tatsache, dass Benutzerprofile erst im MOSS verfügbar sind und in WSS somit keine serverweite Datenbasis für Benutzer existiert. Aus diesem Grund gibt es in WSS auch keinen standardmäßigen Import von Benutzerdaten aus einem Active Directory. Stattdessen müssen die Benutzer ihre Daten autark auf jeder SiteCollection selbst pflegen. Gespeichert werden die angegebenen Daten in der entsprechenden User Information List der jeweiligen SiteCollection.

Die Bereitstellung einer serverweiten Datenbasis für Benutzerinformationen ist meines Erachtens eine Grundvoraussetzung zur adäquaten Realisierung von Portalen.

Eine sehr umfangreiche Auflistung, Beschreibung und Vergleich der jeweiligen SharePoint Features findet man auch auf den Seiten der Miles Consulting Corp.

Lizenzierung und Kosten

Interessant in diesem Zusammenhang ist natürlich auch das Thema Lizensierung, da die benötigten Lizenzen und die damit verbundenen Kosten für WSS und MOSS sehr stark differieren. Eine Übersicht der anfallenden Kosten für die typischen SharePoint Farm-Konfigurationen hat Fabian Moritz in einem sehr interessanten Blogeintrag veröffentlicht.
Als Ergänzung und Richtlinie hat er auch eine Übersicht mit den ungefähren Preisen je Lizenz in seinem Blog veröffentlicht. Die dort aufgeführten Preise sind jedoch nur als Richtwerte zu verstehen, da die endgültig zu zahlenden Preise stark von den jeweiligen Partnern bzw. der Kundenbeziehung zu Microsoft abhängen.

5. Februar 2009